Monat: Februar 2019

Nicht verloren, aber auch nicht gewonnen

Nachdem wir es also knapp in die Playoffs geschafft hatten, war die Vorfreude auf die Spiele gegen die Nummer 17 der Setzliste, die Mighty French Roosters, natürlich entsprechend groß. Und von Minute eins an waren wir hoch konzentriert und dementsprechend verliefen auch die ersten Partien. Wir gewannen Spiel 1 und Spiel 3 mit jeweils 2-1 und mussten und nur in Spiel 2 mit 1-3 geschlagen geben.

Mit der Führung in der Serie ging es also in Spiel 4-7 und leider machte uns dieses Mal die Technik einen Strich durch die Rechnung. Der Gegner hatte auf mehreren Positionen umgestellt und anscheinend hatten einer oder sogar mehrere Spieler keine gute Verbindung, was dazu führte, dass wir Spiel 4 mit 1-4 abgeben mussten. Wir wechselten daraufhin unser line-up auf genau das gleiche wie am ersten Spieltag, unser Gegner jedoch hatte wenig Interesse daran, etwas zu verändern. Der Fairness halber spielten wir auch Spiel 5 und es kam zu einem wildem hin und her, dass das das französische Federvieh am Ende mit 7-6 (Jupp, richtig gelesen!) für sich entscheiden konnte.

Danach beschlossen wir, das erste win-or-go-home Spiel nicht mehr anzutreten und wir wollten die restlichen Spiele auf einen der nächsten Tage verlegen, um wieder faire Bedingungen für alle zu schaffen.

Leider war es der letzte offizielle Spieltag und die Ligaleitung der ECL gab dem Antrag unseres Gegners statt. Wir hätten spielen müssen, völlig unabhängig von der Verbindung.

Leider sind solche Probleme kein Einzelfall und wir hoffen darauf, dass das Regelbuch entsprechend geändert wird, um zumindest einen Ausweichtermin zu haben, an dem man dann, egal wie die Verbindung ist, spielen muss.

Wir verlassen die Saison mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Gruppe war recht stark, wir konnten mit etwas Glück die Playoffs erreichen und dort spielerisch absolut mithalten.

Somit haben wir einiges aus der Saison gelernt und werden natürlich hier und da an den Stellschrauben drehen, um dann für die nächsten Ligateilnahmen besser gerüstet zu sein.

Fünfundvierzig!?

So denn, letztes Wochenende waren die Nager aus Schawinigan erneut gefordert. Mit Uncle Dens und der United Crew standen zwei direkte Tabellennachbarn als letzte Gegner der Vorrunde ins Haus. Vor diesen beiden Spielen war leider nicht ganz klar, wie viele Punkte wir mindestens brauchen würden, da sowohl Devils in Disguise als auch die Grey Werewolves die ECL nicht regulär beenden durften. Zu wenige Spieler, zu wenig Bock, zu viel Anstrengung oder vielleicht auch die kranke Katze des Goalies? Wir wissen nicht, weshalb zum Teil wiederholt eine Liga nicht zu Ende gespielt wurde. Am Ende muss man sagen, für uns war es gut. Doch dazu später mehr.

Uncle Dens

Der erste Gegner in der Tabelle vor uns. Zwei Siege demnach ideal um die Playoffteilnahme fast schon sicher zu machen.

Kam anders.

Im ersten Spiel ist eigentlich nur das erste Drittel erwähnenswert. Zwei Gegentreffer binnen zwei Minuten, doch drei Minuten später der Anschlusstreffer von Fabian R. Leider danach zwar zwei Drittel viel hin und her, aber nix Zählbares, also direkt die erste Niederlage. Der Druck dementsprechend vor Spiel 2 groß.

Doch was haben wir gelernt diese Saison? Ein Hamster gibt nicht auf! Und so begannen wir Spiel 2 noch konzentrierter und tatsächlich fielen endlich mal die Tore. Drei Vorlagen von Stefan, zwei Mal Max, zwei Mal Fabian R., 4-1, Danke, Bitte!

United Crew

Auf Grund der undurchsichtigen Tabellenkonstellation war uns nicht ganz klar, ob der Sieg schon reicht oder wir noch ein paar Punkte hamstern müssen. Während wir als noch darüber nachdachten, ob wir denn schon durch sind, pfiff der Schiri das Spiel 1 schon an und schwupps, nach 12 Minuten das 0-1. Allerdings brauchten wir dieses Mal keine Pause, um die richtige Antwort zu geben. Innerhalb von vier Minuten stellten wir Dank Max und Fabian R. auf 3-1. In der Kabine wurde schon am Sekt genippt, die Schnürsenkel gelockert, die Schläger vertauscht oder schlicht und einfach die Konzentration vergessen, denn es kam was kommen musste. United kommt im zweiten Drittel zum Anschluss. 5 Minuten vor Ende zum Ausgleich und als kalte Dusche dann in den letzten Sekunden zum Siegtreffer.

Katerstimmung.

Doch Spiel 2 war noch zu spielen. Was tun? Um den GMs, die teilweise aus fernen Ländern zusehen mussten, noch mehr graue Haare wachsen zu lassen, lässt man am Besten in den ersten Dritteln alle Chancen ungenutzt, um dann im letzten Abschnitt der Vorrunde binnen 60 Sekunden zwei Buden zu fangen.

Da kommt Freude auf.

Ihr wisst was jetzt kommt oder? Richtig! 56. Minute, Basti packt den Hammer aus. Anschluss. Noch 40 Sekunden auf der Uhr, alles auf Angriff, hier geht noch was! Max bekommt einen schönen Pass durchgesteckt und trifft tatsächlich ins kurze Eck. Ausgleich. Herzstillstand.

Jetzt erstmal nen Schnaps!

Ach Kacke, ist ja OT. Weiß der Gegner auch. Nutzt die erste Chance nach drei Minuten.

Ende.

Und Nu? Simmer drin? Nicht? Doch? Die Rechenschieber laufen heiß. Wer hat gegen wen gespielt, wer muss noch gegen wen, wer verliert Punkte durch den Rückzug der beiden Teams?

Am Ende steht fest, es sind ca. 45cm. 45cm kann ein Hamster hoch springen. Und höher muss man auch nicht, um in die ECL Lite Playoffs einzuziehen. Mit einem Punkt Vorsprung. Einem. Vor der United Crew. 40 Sekunden haben denen gefehlt.

In Gedenken an Rudi A. nennen wir das Team mal „Playoffteilnehmer der Herzen“

Sorry Guys, waren gute Spiele!